
Branchenporträts
Branchenzahlen lesen: Beschäftigte, Betriebe und Umsatzquellen
Halten Sie beim Lesen zuerst Jahr, Gebiet, Einheit und Kennzahl fest.
Die Schweizer Wirtschaft in Zahlen
Halten Sie beim Lesen zuerst Jahr, Gebiet, Einheit und Kennzahl fest. STATENT weist Unternehmen und Beschäftigte nach wirtschaftlicher Aktivität und Region aus; dazu kommen Angaben zu Betrieben, Standorten und Beschäftigungsaspekten wie Vollzeitäquivalenten. Vergleichen Sie deshalb nur Werte mit gleicher Abgrenzung.
2020 zählte die Schweiz rund 617 000 Unternehmen und knapp 5,3 Millionen Beschäftigte. Die 66 293 Unternehmen und 2 136 580 Beschäftigten von Unternehmensgruppen im Jahr 2024 beziehen sich dagegen auf eine bestimmte Organisationsform. Mehr als zwei von fünf Arbeitsplätzen im marktwirtschaftlichen Sektor entfielen auf Unternehmensgruppen.
Beschäftigungsstruktur: Wer arbeitet wo?
Die Zahl der Beschäftigten zählt Personen; Vollzeitäquivalente (VZÄ) zeigen, wie viele Vollzeitstellen sich diese Personen teilen. Im Kanton Zürich waren 2024 über 1,15 Millionen Personen beschäftigt, verteilt auf 127 000 Betriebe; das entsprach 887 000 VZÄ.
Der Zürcher Vergleich nach Sektoren zeigt, weshalb die Kennzahl wichtig ist: Im Dienstleistungssektor entfielen auf 995 000 Beschäftigte 748 000 VZÄ, im Produktionssektor auf 143 000 Beschäftigte 131 000 VZÄ. Der Primärsektor zählte 12 000 Beschäftigte und 8 000 VZÄ.
87 % der Zürcher Betriebe gehörten 2024 zum Dienstleistungssektor, der 86 % der Beschäftigten und 84 % der VZÄ stellte. Im Produktionssektor betrugen die Anteile 10 %, 13 % und 15 %, im Primärsektor 3 %, 1 % und 1 %. Setzen Sie bei einem Vergleich jeweils gleichartige Anteile zueinander in Beziehung.
Anteile der Wirtschaftssektoren an Betrieben, Beschäftigten und VZÄ im Kanton Zürich (2024)
Betriebslandschaft: Vom KMU bis zur Unternehmensgruppe
Die Zahl der Unternehmen in der Schweiz sank 2020 erstmals seit Beginn der statistischen Reihe 2011: um 0,1 % auf rund 617 000. Die Beschäftigtenzahl ging gegenüber 2019 um 0,6 % auf knapp 5,3 Millionen zurück; Gastronomie und Beherbergung verloren knapp 15 600 beziehungsweise 9 900 Arbeitsplätze.
Unternehmen einer Unternehmensgruppe sind eine andere Vergleichsgrösse als alle Unternehmen eines Landes. 2024 waren knapp drei Viertel der Tochterunternehmen und Beschäftigten in Unternehmensgruppen einer inländisch kontrollierten Gruppe zuzuordnen. Gegenüber 2023 stieg die Zahl dieser Tochterunternehmen um 4,6 %, ihre Beschäftigung um 1,0 %.
Bei ausländisch kontrollierten Unternehmensgruppen nahm die Zahl der Unternehmen 2024 um 1,4 % und die Beschäftigung um 0,2 % zu. Schweizer Multinationale verzeichneten mit einem Beschäftigungsanstieg von 1,4 % das stärkste Wachstum. Zwischen 2014 und 2023 wuchs die Beschäftigung in Unternehmensgruppen jährlich durchschnittlich um 1,9 %, gegenüber 1,1 % in der Gesamtbeschäftigung der Marktwirtschaft.
Umsatz aus In- und Auslandskontrolle
Bei den Unternehmensgruppen trugen ausländisch kontrollierte Multinationale 2024 knapp zwei Drittel zum Gesamtumsatz bei. Inländisch kontrollierte Gruppen beschäftigten nahezu die Hälfte der Arbeitnehmenden aller in der Schweiz tätigen Unternehmensgruppen. Der Umsatzanteil und der Beschäftigungsanteil beschreiben unterschiedliche Grössen und sollten nicht gleichgesetzt werden.
STAGRE erfasst neben strukturellen Angaben auch Warenimporte, Warenexporte und Bruttowertschöpfung (BWS). Die BWS wurde 2024 erstmals als experimentelle Statistik veröffentlicht. Für Branchenvergleiche zu Umsatz, Warenaufwand, Personalaufwand und weiterem Betriebsaufwand gibt es zudem Buchhaltungsergebnisse für 9 078 Unternehmen aus Industrie, Baugewerbe, Handel und Dienstleistungen für 2019.
Diese Buchhaltungsergebnisse enthalten auch Pro-Kopf-Werte sowie Kennzahlen zu Kapitalstruktur, Liquidität und Rentabilität, darunter Eigenfinanzierungsgrad und Selbstfinanzierungsgrad. Prüfen Sie bei solchen Kennzahlen stets, ob Jahr und Branche übereinstimmen, bevor Sie Werte gegenüberstellen.
Branchen im Vergleich: Wachstum und Rückgang
Zwischen 2014 und 2023 nahm die Beschäftigung in ausländischen Unternehmensgruppen im Jahresdurchschnitt um 2,3 % zu, gegenüber 1,8 % bei Schweizer Multinationalen. Die Entwicklung unterschied sich je nach Wirtschaftszweig: In Metallen, Instrumenten, Elektro und Maschinen, im Grosshandel sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen stagnierte die Beschäftigung ausländisch kontrollierter Gruppen weitgehend oder ging leicht zurück, während Schweizer Multinationale deutlich zulegten.
Ein anderer Vergleich betrifft den Einbruch von 2020: In der Gastronomie gingen knapp 15 600 Arbeitsplätze verloren, in der Beherbergung knapp 9 900. Ordnen Sie solche Veränderungen nach Zeitraum, Branche und Gruppentyp, statt sie unmittelbar mit Wachstumsraten aus anderen Jahren oder Abgrenzungen gleichzusetzen.
Entwicklung der Beschäftigung in Unternehmensgruppen (2014–2023)
- 2.3Ausländisch kontrollierte Gruppen
- 1.8Schweizer Multinationale
Zusammenschau der Wirtschaftsdaten
Beginnen Sie mit Jahr, Gebiet und Einheit; unterscheiden Sie anschliessend Personen von VZÄ sowie Unternehmen von Unternehmensgruppen. Vergleichen Sie danach dieselbe Kennzahl zwischen Branchen oder Gruppentypen und halten Sie Umsatzanteile von Beschäftigungsanteilen getrennt.
Für Umsatz und betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind Branchenwerte wie Warenaufwand, Personalaufwand, Liquidität und Rentabilität relevant. Zusammen mit Beschäftigten- und Betriebszahlen lässt sich so erkennen, ob ein Unterschied die Grösse einer Branche, ihre Beschäftigungsstruktur oder ihre finanziellen Kennzahlen betrifft.


