NOGA: Wirtschaftsabschnitte in der Schweiz: Die NOGA gliedert Betriebe in 21 Abschnitte, 88 Abteilungen, 272 Gruppen und 615 Klassen.; Das BFS führt die NOGA, die an die europäische NACE angelehnt ist.; Bis Dezember 2025 soll die neue NOGA-Nomenklatur strukturell abgeschlossen sein.
Bild: Branchenwegweiser

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Sektoren nach NOGA: Wirtschaftsabschnitte, Abgrenzung und Statistik

Die NOGA (Nomenclature Générale des Activités Économiques) ist die offizielle Wirtschaftszweigsystematik der Schweiz. Sie klassifiziert Betriebe systematisch nach ihren wirtschaftlichen Tätigkeiten.

Was ist die NOGA?

Die NOGA (Nomenclature Générale des Activités Économiques) ist die offizielle Wirtschaftszweigsystematik der Schweiz. Sie klassifiziert Betriebe systematisch nach ihren wirtschaftlichen Tätigkeiten.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt die NOGA. Sie ist an die europäische NACE angelehnt.

Aufbau und Gliederung der NOGA

Die NOGA ist hierarchisch gegliedert: 21 Abschnitte (Grossbuchstaben), 88 Abteilungen (2 Ziffern), 272 Gruppen (3 Ziffern) und 615 Klassen (4 Ziffern). Auf der fünften und sechsten Position sind nationale Feingliederungen möglich.

Die 21 Abschnitte bilden drei Sektoren: primär (Abschnitt A), sekundär (B–F) und tertiär (G–U, ohne T und U in der Betriebszählung).

Vergleich der NOGA-Struktur mit NACE (Europäische Wirtschaftszweigsystematik)

  • 5Nationale Feingliederung
  • 2025Anpassung an EU-Normen

Die 21 Wirtschaftsabschnitte im Überblick

Die regulär erfassten Abschnitte A bis K umfassen: A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; B Bergbau; C Verarbeitendes Gewerbe; D Energieversorgung; E Wasserversorgung, Entsorgung; F Baugewerbe; G Handel; H Verkehr; I Gastgewerbe; J Information/Kommunikation; K Finanzdienstleistungen.

Die Abschnitte L bis S umfassen: L Grundstückswesen; M Freiberufliche Dienste; N Sonstige wirtschaftliche Dienste; O Öffentliche Verwaltung; P Erziehung; Q Gesundheit; R Kunst/Unterhaltung; S Sonstige Dienstleistungen.

Die Abschnitte T (Private Haushalte) und U (Exterritoriale Organisationen) sind nicht Gegenstand der eidgenössischen Betriebszählung.

Schweizer Wirtschaftssektoren nach NOGA: Übersicht über die 21 Abschnitte

  • Primärsektor (Abschnitt A)Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
  • Sekundärsektor (B–F)Bergbau, Verarbeitendes Gewerbe, Energieversorgung, Wasserversorgung, Entsorgung, Baugewerbe
  • Tertiärsektor (G–U, ohne T und U)Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information/Kommunikation, Finanzdienstleistungen, Grundstückswesen, Freiberufliche Dienste, sonstige wirtschaftliche Dienste, Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheit, Kunst/Unterhaltung, sonstige Dienstleistungen
  • Nicht erfasst in BetriebszählungT (Private Haushalte), U (Exterritoriale Organisationen)

Wichtigste Sektoren der Schweizer Wirtschaft nach NOGA

  1. K FinanzdienstleistungenZentrale Rolle für den Schweizer Finanzplatz
  2. J Information/KommunikationHochtechnologischer Sektor mit starkem Wachstum
  3. G HandelGroßer Anteil am Bruttoinlandsprodukt
  4. H VerkehrWichtiger Infrastruktursektor mit nationaler Bedeutung
  5. C Verarbeitendes GewerbeTraditioneller industrieller Kern der Schweiz

Zuordnung eines Betriebs zur NOGA (Abgrenzung)

Jeder Betrieb erhält genau eine NOGA-Position. Massgeblich ist die wirtschaftliche Haupttätigkeit – jene mit dem grössten Personaleinsatz.

Die Abgrenzung nach dem Kriterium des Personalaufwands sichert eine einheitliche Klassierung aller statistischen Einheiten, unabhängig von Rechtsform oder Grösse.

Zuordnung eines Betriebs zur NOGA: Abgrenzungsprozess

  1. Feststellung der HaupttätigkeitBestimmung der wirtschaftlichen Haupttätigkeit basierend auf dem grössten Personaleinsatz
  2. Hierarchische ZuordnungEinordnung in Abschnitt, Abteilung, Gruppe und Klasse gemäss NOGA-Struktur
  3. Prüfung auf nationale FeinabstufungMöglichkeit einer zusätzlichen Feinuntergliederung auf 5. und 6. Position
  4. Eindeutige ZuordnungJeder Betrieb erhält genau eine NOGA-Position

Bedeutung für die Statistik

Die NOGA gewährleistet die Vergleichbarkeit der Schweizer Wirtschaftsdaten mit jenen der EU. Grundlage ist das Statistikabkommen von 2004, das die Angleichung an die Eurostat-Normen vorsieht.

Das BFS und die kantonalen Ämter nutzen die NOGA für Betriebs- und Branchenstatistiken. Dank europakompatibler Daten erhöht die Schweiz ihre internationale Sichtbarkeit und liefert politisch relevante Entscheidungsgrundlagen.

Aktuelle Revision: NOGA 2025

Die letzte umfassende NOGA-Revision war 2008 (NOGA 2008). 2019 startete Eurostat die Überarbeitung der NACE.

Parallel dazu wird die NOGA revidiert, um die Vergleichbarkeit zu wahren. Die neue NOGA-Nomenklatur soll bis Dezember 2025 strukturell abgeschlossen sein.

Entwicklung und Revision der NOGA: Schlüsselereignisse

  1. 2004
    Statistikabkommen mit der EU – Angleichung an Eurostat-Normen
  2. 2019
    Eurostat startet Überarbeitung der NACE
  3. Dezember 2025
    Geplante Fertigstellung der neuen NOGA-Nomenklatur

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