NOGA-Code richtig finden: NOGA ist die Schweizer Branchenklassifikation des BFS.; Haupttätigkeit bestimmt den passenden vierstelligen NOGA-Code.; NOGA 2025 ändert die Zuordnung im Online-Handel auf Produktbasis.
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Betriebe nach NOGA einordnen: So finden Sie den passenden Wirtschaftszweig

NOGA (Nomenclature Générale des Activités économiques) ist die offizielle Branchenklassifikation des Bundesamts für Statistik (BFS).

Was ist NOGA?

NOGA (Nomenclature Générale des Activités économiques) ist die offizielle Branchenklassifikation des Bundesamts für Statistik (BFS). Sie ordnet Unternehmen und Arbeitsstätten ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zu.

Die Grundlage ist die europäische NACE Rev. 2, die aus Gründen der Vergleichbarkeit weitgehend übernommen wird. Die Berner Handelskammer hält fest, dass NOGA diese an die spezifischen Bedürfnisse der Schweiz anpasst.

Die hierarchische Struktur von NOGA

NOGA ist vierstufig: Sektionen (Buchstaben) bilden die oberste Ebene, gefolgt von Abteilungen (zweistellig), Gruppen (dreistellig) und Klassen (vierstellig).

Beispiel: Sektion C (Verarbeitendes Gewerbe) enthält die Abteilung 28 (Maschinenbau) mit weiteren Unterteilungen. Das KUBB-Tool des BFS listet alle Codes und Hierarchien übersichtlich.

So ermitteln Sie den richtigen NOGA-Code

Ermitteln Sie die Haupttätigkeit Ihres Betriebs – die statistische Einheit, deren wirtschaftlicher Schwerpunkt massgeblich ist. Nebentätigkeiten sind für die Zuordnung nicht relevant.

Nutzen Sie das kostenlose KUBB-Suchtool des BFS unter kubb-tool.bfs.admin.ch. Geben Sie ein oder mehrere Schlüsselwörter zur Aktivität ein, z. B. „Zimmerei“ oder „Softwareentwicklung“.

Das Tool zeigt passende NOGA-Codes an. Wählen Sie die vierstellige Klasse, die Ihre Haupttätigkeit am genauesten beschreibt. Bei Unsicherheit hilft die Detailbeschreibung der Klasse im Tool.

Wichtige Änderungen mit NOGA 2025

NOGA 2025 ist die überarbeitete Version, die schrittweise im Laufe des Jahres 2026 eingeführt wird. Creditreform erläutert, dass die Änderungen auf Digitalisierung, KI und den Trend zu Dienstleistungen reagieren.

Grösste Neuerung: Im Online-Handel wird neu das angebotene Produkt (z. B. Bekleidung) massgeblich, nicht mehr der Vertriebsweg (stationär vs. online). Bisher als reine Webshops klassierte Unternehmen werden nun den jeweiligen Produktklassen zugeordnet.

Creditreform zeigt in Auskünften bereits beide Codes (NOGA 2008 und 2025) an. Die offizielle Bonitäts- und Risikobeurteilung bleibt vorerst auf Basis der alten Version, bis das BFS NOGA 2025 vollständig umgesetzt hat.

NOGA 2008 vs. NOGA 2025: Wichtige Unterschiede

  • Angebotene Produkte im Online-HandelMassgeblich ist das Produkt (z. B. Bekleidung), nicht der Vertriebsweg.
  • VerkaufswegFrüher war der Vertriebskanal (stationär vs. online) entscheidend; heute irrelevant.
  • Einordnung von WebshopsWebshops werden nun nach dem Angebotenen Produkt klassifiziert, nicht als eigene Branche.
  • UmsetzungSchrittweise Einführung im Jahr 2026; offizielle Bonitätsbewertungen bleiben vorerst auf NOGA 2008 basierend.

Warum eine präzise NOGA-Einordnung wichtig ist

Im B2B-Marketing reduziert eine genaue NOGA-Klassifikation Streuverluste. Die cohaga AG betont: Generische Branchenkategorien wie „Maschinenbau“ führen zu irrelevanten Botschaften und tieferen Konversionsraten; präzise Codes erlauben hyperspezifische Zielgruppen.

Für Bonitäts- und Risikobewertungen ist die Branche ein zentraler Faktor. Creditreform nutzt NOGA für Umsatzschätzungen pro Mitarbeiter – eine Landschaftsgärtnerei erzielt weniger Umsatz pro Kopf als eine Anwaltskanzlei – sowie für unterschiedliche Ausfallraten (z. B. Bau-Nebengewerbe riskanter als Metallhersteller).

Auch bei der Nachhaltigkeitsbeurteilung, die Creditreform ab Frühjahr 2026 einführt, bildet die Branche ein wichtiges Element. Eine korrekte NOGA-Einordnung ist Grundlage für verlässliche Vergleiche und Entscheidungen.

Wirkung präziser NOGA-Einordnung

B2B-Marketing
Reduzierte Streuverluste durch hyperspezifische Zielgruppen.
Bonitätsbewertung
Unterschiedliche Ausfallraten je Branche (z. B. Bau-Nebengewerbe riskanter als Metallhersteller).
Umsatz pro Mitarbeiter
Landschaftsgärtnerei erzielt weniger Umsatz pro Kopf als Anwaltskanzlei.
Nachhaltigkeitsbeurteilung
Ab Frühjahr 2026 zentraler Faktor für Bewertung.

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